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Vizebürgermeisterin Karin Leitner: "Die Spielplatzoffensive geht weiter"

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Auch 2026 investiert Linz stadtweit in 13 Spielplätze

116 öffentliche Spielplätze zählt Linz – verteilt über jeden Stadtteil, von Ebelsberg im Süden bis Urfahr im Norden. Damit dieses Angebot lebendig bleibt, erneuert die Stadt Linz ihren Bestand seit 2024 kontinuierlich im Rahmen der „Spielplatzoffensive".

Auch 2026 wird die Offensive fortgesetzt: Rund 215.000 Euro fließen heuer in die Modernisierung, dazu kommen Spielanlagen im Gegenwert von 170.000 Euro, die der Magistrat in Eigenregie fertigt. 13 Standorte über das gesamte Stadtgebiet werden heuer bearbeitet, darüber hinaus ergänzt um neue Beschattungspergolen und einen Pavillon am Skatepark Rädlerweg.

„Ein Spielplatz ist weit mehr als Sandkiste und Schaukel. Er ist oft der erste Ort, an dem Kinder die Welt auf eigene Faust entdecken sowie Freude an der Bewegung entwickeln, noch vor dem Sport in Schulen und Vereinen – und für viele von uns steckt darin eine der frühesten Erinnerungen überhaupt", sagt Vizebürgermeisterin Karin Leitner. „Wenn wir hier investieren, investieren wir nicht in Geräte, sondern in Kindheit – wohnortnah, kostenfrei und für jede Familie zugänglich."

Getragen wird das von einer neu geschaffenen Struktur: Seit September 2025 bündelt die Abteilung „Sport-, Spiel- und Bewegungsförderung“ sämtliche Zuständigkeiten unter einem Dach – von der Planung bis zur Wartung. „Uns ist wichtig, über das gesamte Stadtgebiet hinweg zu modernisieren – vom kleinen Wohnstraßen-Spielplatz bis zum großen Landschaftspark soll jeder Standort auf der Höhe der Zeit bleiben. Unser stiller Trumpf ist dabei auch der Eigenbau aus dem eigenen Bauhof: ohne Aufschläge externer Anbieter und von Fachkräften gefertigt, die unsere Standorte kennen", so Mag. Jürgen Weingartner, Abteilungsleiter Sport-, Spiel- und Bewegungsförderung.

116 Spielplätze für die Jüngsten der Stadt

Linz verfügt über 116 öffentliche Kinder- und Jugendspielplätze. Sie verteilen sich über sämtliche Stadtteile – vom Schiltenberger Waldspielplatz im Linzer Süden bis zum Spielplatz am Donaudamm in Urfahr. Wohnortnähe ist dabei kein Zufall, sondern Prinzip: Ein Spielplatz entfaltet seine Wirkung nur dann, wenn Familien, Kinder und Jugendliche ihn ohne Auto, ohne lange Wege und im besten Fall zu Fuß erreichen können.

„Und noch etwas wächst hier heran, das sich in keiner Statistik abbilden lässt: die ersten Schritte im Sand, die Schaukel, die man sich zum ersten Mal allein zugetraut hat, der Nachmittag mit den Nachbarskindern – für viele Menschen gehören genau solche Momente zu den frühesten Erinnerungen überhaupt. Der Spielplatz ist damit kein Nebenschauplatz, sondern ein Grundpfeiler: jener Ort, an dem Bewegungsförderung ohne Anmeldung, ohne Kosten und ohne Vorbedingungen stattfindet, noch vor dem ersten Vereinstraining, vor dem Schulsport – und an dem ganz nebenbei ein Stück Kindheit entsteht“, betont Vizebürgermeisterin Karin Leitner.

Zugleich sind sie ein Baustein in einem dichten Netz aus Sport-, Bewegungs- und Freizeitanlagen für alle Altersgruppen – ob öffentlich zugänglich, schulisch genutzt oder von Vereinen und Privaten betrieben. Der Antrieb dahinter ist in der Sport- und Bewegungsstrategie der Stadt Linz festgeschrieben. Sie formuliert den Anspruch, die Kindersporthauptstadt Österreichs zu sein – nicht als Titel um seiner selbst willen, sondern als Selbstverständnis: Bewegung soll für die Jüngsten so früh und so selbstverständlich zum Alltag gehören wie möglich.

Für die Kleinen bis Großen

Spielplätze werden spezifisch für Kinder und Jugendliche gestaltet. Sie gliedern sich in ihrer Ausgestaltung an Spielgeräten nach Altersgruppen:

  • Kinderspielplätze – für Kinder von 0 bis 6 Jahren
  • Kinder- und Jugendspielplätze – für 6- bis 18-Jährige
  • Jugendspielplätze – für Jugendliche von 12 bis 18 Jahren

Davon zu unterscheiden sind weitere Sport- und Freizeitanlagen wie Fun Courts, Beachvolleyballplätze, Pumptracks, Calisthenics-Park, etc. Diese sind grundsätzlich nicht altersgebunden und stehen allen Altersgruppen offen. Nicht in dieser Aufstellung enthalten sind zudem die Sportanlagen der städtischen Tochterunternehmen: die Sportparks der LIVA Sport sowie die Anlagen der Linz AG, darunter Bäder, Eisflächen und Laufstrecken. Sowie Anlagen privater Betreiber.  Ebenfalls gesondert zu betrachten sind Schulsportanlagen sowie die Anlagen der Linzer Sportvereine, die wiederum zu einem großen Teil von der Stadt Linz gefördert werden.

„Rechnet man all diese Ebenen zusammen, ergibt sich ein Angebot, das in dieser Dichte und Vielfalt seinesgleichen sucht: ein dichtes Netz aus Sport-, Bewegungs- und Freizeitanlagen für alle Altersgruppen – ob öffentlich zugänglich, schulisch genutzt oder von Vereinen und Privaten betrieben. Die 116 Spielplätze sind davon jener Teil, der am unmittelbarsten im Alltag junger Familien ankommt", erklärt Vizebürgermeisterin Karin Leitner.

Mehr als zwei Jahre Spielplatzoffensive

Was in Linz seit 2024 unter dem Titel „Spielplatzoffensive" läuft, ist dabei keine einmalige Kraftanstrengung, sondern ein über mehrere Jahre angelegter Erneuerungsprozess. Der Bestand von 116 Spielplätzen wird nicht in einem Zug modernisiert – er wird Jahr für Jahr, Standort für Standort auf aktuellen Stand gebracht. Die Sanierungen richten sich dabei nach dem Bedarf, es sind immer alle Spielplätze  unter laufender Beobachtung und Wartung.

Dabei folgt die Stadt Linz auch Anregungen aus der Bevölkerung. Damit hält man den gesamten Bestand kontinuierlich in Bewegung.

Abteilungsleiter Mag. Weingartner fasst zusammen: „2024 und 2025 hat die Stadt Linz insgesamt 590.000 Euro in die Modernisierung ihrer Spielplätze investiert. Das erklärte Ziel war von Anfang an, Kindern und Familien noch vielfältigere Möglichkeiten zum Spielen, Bewegen und gemeinsamen Entdecken zu eröffnen.“ 
Im Zentrum steht dabei stets eine sichere Spielumgebung sowie die laufende Instandhaltung und Weiterentwicklung der Anlagen. Darüber hinaus verfolgt die Stadt den Ansatz „Spielplatz für alle": Spielangebote, die unterschiedliche Bedürfnisse berücksichtigen, Vielfalt abbilden und möglichst abwechslungsreich gestaltet sind – von der Nestschaukel, die Kindern mit und ohne Beeinträchtigung gemeinsames Schaukeln ermöglicht, bis zur Beschattung, die den Aufenthalt an heißen Sommertagen für alle erträglich macht.

Schon 2024 wurde der Spielplatz im Volksgarten mit einem Budget von 200.000 Euro zu einer durchgängig inklusiven Anlage umgestaltet – zugänglich für alle Kinder, unabhängig von ihren individuellen Fähigkeiten. Das Konzept entstand unter Einbindung von Expert*innen und mehreren Vereinen. Insgesamt verfügt Linz heute über mehr als 30 Spielplätze mit speziellen Geräten, der überwiegende Teil aller 116 Standorte ist zumindest teilweise barrierefrei zugänglich.

Auch heuer wieder 215.000 Euro Invest (plus Eigenleistungen)

Für 2026 stehen erneut rund 215.000 Euro zur Verfügung. Dazu kommt noch jene Leistung, die in keiner Budgetzahl direkt aufscheint: Spielanlagen im Gegenwert von 170.000 Euro, die der Bauhof des Magistrats im Eigenbau fertigt. „Rechnet man beides zusammen, fließen 2026 rund 385.000 Euro an Wert in die Linzer Spielplätze“, so Vizebürgermeisterin Karin Leitner.

Damit werden dieses Jahr 13 Standorte über das gesamte Stadtgebiet hinweg saniert – dazu kommen wiederum neue Beschattungspergolen sowie ein Pavillon am Skatepark Rädlerweg. 

„Über die gesamte Laufzeit der Offensive ergibt das mittlerweile ein monetäres Gesamtvolumen von 805.000 Euro für 27 einzelne Spielplätzen“, zieht Vizebürgermeisterin Karin Leitner Bilanz.

Beschattung: eine Antwort auf steigende Temperaturen

Ergänzend zu den Standortmaßnahmen wird der 2024 begonnene Beschattungsschwerpunkt fortgesetzt. Das Thema gewinnt mit jedem Sommer an Gewicht laut Vizebürgermeisterin Karin Leitner: „Ein Spielplatz, der an Hitzetagen unbenutzbar ist, fällt genau dann aus, wenn Kinder am meisten Zeit im Freien verbringen würden. Beschattung ist damit keine Komfortfrage, sondern eine Frage der tatsächlichen Verfügbarkeit öffentlicher Bewegungsräume.“

Die Stadt setzt dabei auf beide Wege – künstliche Beschattung durch Pergolen, Sonnensegel und natürliche Beschattung durch gezielte Bepflanzung. Beide erhöhen die Aufenthaltsqualität wesentlich und ergänzen einander.  Folgende Standorte wurden u.a.  bereits mit Pergolen oder Sonnensegeln ausgestattet:

  • Wikingerschiff an der Donaulände
  • Keplerstraße
  • Baumgärtelstraße
  • Lederergasse
  • Am Bindermichl, Kleinkinderspielbereich
  • Am Bauernberg
  • Wasserspielplatz SolarCity Pichling
  • Sombartstraße

Ein besonderes Beschattungsprojekt wurde zudem am Skatepark Rädlerweg in Kleinmünchen-Auwiesen umgesetzt. Der dort im Juni eröffnete Holzpavillon spendet nicht nur Schatten, sondern bietet überdachte Sitzmöglichkeiten und damit einen geschützten Raum unmittelbar neben der Anlage. Initiiert vom Verein für Jugend und Freizeit und dem Stadtteilzentrum Kleinmünchen-Auwiesen, ist daraus weit mehr als ein Sonnenschutz geworden: ein Treffpunkt, an dem sich Jugendliche unkompliziert austauschen und ihre Freizeit selbstbestimmt gestalten können. Sozialarbeiter*innen des Projekts „Z.IN" nutzen den Standort bereits regelmäßig und bieten dort begleitete Angebote an. „Das Beispiel zeigt, dass Beschattung, Jugendarbeit und Aufenthaltsqualität zusammengedacht werden können – und dass daraus Orte entstehen, die einem Stadtteil dauerhaft etwas geben“, so Vizebürgermeisterin Karin Leitner.

 

15. Oktober 2026