SP-Gemeinderatsfraktion fordert neue Bäderstudie für Oberösterreich
Vizebürgermeisterin Leitner: „Jedes Kind muss sicher schwimmen lernen können“
Die SP-Gemeinderatsfraktion fordert das Land Oberösterreich auf, seine mehr als zehn Jahre alte Bäderstudie noch heuer zu aktualisieren. Bevölkerungswachstum, Klimawandel, die hohe Auslastung bestehender Anlagen und Veränderungen im Zentralraum müssten in einer neuen Bedarfsplanung berücksichtigt werden. „In einer Stadt an Donau und Traun muss jedes Kind die Möglichkeit haben, sicher schwimmen zu lernen. Dafür braucht es ausreichend öffentliche Wasserflächen für Schulen, Schwimmkurse, Vereine und Familien. Öffentliche Bäder sind keine Luxusprojekte, sondern wichtige Infrastruktur für Sicherheit, Gesundheit und soziale Teilhabe“, betont Vizebürgermeisterin und Sportreferentin Karin Leitner.
Gerade angesichts zunehmend heißer und trockener Sommer gewinnen öffentlich zugängliche Badeangebote weiter an Bedeutung. Private Pools könnten eine gute öffentliche Bäderinfrastruktur nicht ersetzen. Sie stehen nur einem Teil der Bevölkerung zur Verfügung und sind auch aus Sicht eines verantwortungsvollen Umgangs mit Wasser keine nachhaltige Antwort auf steigende Temperaturen.
„Abkühlung, Bewegung und Schwimmenlernen dürfen weder vom Einkommen noch vom Besitz eines eigenen Gartens abhängen. Öffentliche Bäder stehen allen Menschen offen und schaffen jene Bedingungen, die für Schulschwimmen, Kurse und Vereinssport notwendig sind“, so Leitner.
Besonders im stark wachsenden Linzer Süden muss die Infrastruktur mit der Bevölkerungsentwicklung Schritt halten. Die SPÖ hält daher am Ziel eines Sport-, Schul- und Familienbads fest. Voraussetzung sind aktuelle Bedarfsdaten, ein realistischer Zeitplan und eine gesicherte Finanzierung. Rund 40 Prozent der Gäste der Linzer Bäder kommen aus dem Umland. Linz übernimmt damit eine wichtige Versorgungsfunktion für den gesamten Zentralraum. Die SPÖ fordert daher neben einer neuen Bäderstudie auch eine faire Beteiligung des Landes an regional genutzter Infrastruktur.
„Linz ist bereit, seinen Teil zu leisten. Eine Bäderinfrastruktur, die den gesamten Zentralraum mitversorgt, kann die Stadt aber nicht allein finanzieren. Das Land muss Linz in seine Planungen einbeziehen und einen fairen Beitrag leisten“, fordert Leitner.