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Neues aus Linz
08. Februar 2010 08:47

„Nein zu Kindergarten-Öffnung am Samstag & Sonntag!“

Rubrik: Neues aus Linz

Luger: "Wir wollen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie unterstützen. Das Wochenende soll aber möglichst den Familien gehören, eine 7-Tage-Betreuung im Kindergarten ist für Kleinkinder eine Überforderung."

Forsterleitner: "Was die Linzer ÖVP liefert, hat nichts mit Statistik zu tun sondern mi Propaganda. Mich wundert, dass es ihnen nicht einmal peinlich ist, mit solchen Arguementen zu kommen."

Auf unmissverständliche Ablehnung stößt die Forderung der ÖVP, die  Kindergärten in der Landeshauptstadt auch an Sams- und Sonntagen zu öffnen. Sozialreferent Vizebürgermeister Klaus Luger verwehrt sich dagegen, Kindergärten de facto rund um die Uhr aufzusperren. Für Kleinkinder sei der Aufenthalt in der Familie besonders wichtig. Luger sieht sich in dieser Frage einig mit Diözesanbischof Ludwig Schwarz, der sich in seinem jüngsten Hirtenbrief „um die Bedrohung des Sonntags durch die zunehmenden Begehrlichkeiten der Wirtschaft“ Sorgen macht. „Wir wollen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie erleichtern. Das Wochenende soll aber möglichst den Familien gehören, eine 7-Tage-Betreuung im Kindergarten ist für Kleinkinder eine Überforderung. Wir sind uns mit den Linzer Familien einig, dass es so etwas nicht geben soll“, legt sich SPÖ-Fraktionsvorsitzender Luger fest. Herbe Kritik am Stil der ÖVP kommt auch vom Bezirksgeschäftsführer der Linzer SPÖ, Gemeinderat Christian Forsterleitner.

Neben dieser ÖVP-Forderung sorgen zudem falsche Aussagen der ÖVP über die Öffnungszeiten der städtischen Kindergärten für Verstimmung. Der von VP-Obmann Watzl installierte Klubobmann Klaus Fürlinger kritisierte im Rahmen einer Pressekonferenz, Magistrats-Kindergärten würden erst um 7.00 Uhr öffnen. „Absolut falsch: jede Krabbelstube und jeder Kindergarten öffnet spätestens um 6.30 Uhr“, ärgert sich Vizebürgermeister Klaus Luger über wiederholte Falschaussagen der ÖVP.

 Ebenso verbreiten VP-Politiker unwahre Angaben über die Sperrzeiten am Abend. Jede städtische Kinderbetreuungseinrichtung hat bis 17.00 Uhr geöffnet An drei Standorten bietet der Magistrat eine Betreuung bis 20.00 an. „Bislang ist dieses Angebot ausreichend. Derzeit betreuen wir nur 25 Kinder bis 20 Uhr.weniger als ein Prozent der Eltern dieses Angebot in Anspruch“, stellt Vizebürgermeister Klaus Luger klar. Aus Sicht der PädagogInnen sei es ohnedies bedenklich, Kleinkinder von frühmorgens bis 20.00 Uhr in Gruppen zu betreuen. Somit nehmen

 

Besonders ärgerlich seien die oft an den Haaren herbeigezogenen pseudo-statistischen Vergleiche der ÖVP. Diese sollten aus parteipolitischen Motiven die Leistungen der Stadt und der privaten Einrichtungen schlecht machen, mutmaßt der Linzer SPÖ-Bezirksgeschäftsführer Gemeinderat Christian Forsterleitner. Fakt sei, dass Linz als einzige Landeshauptstadt jedem dreijährigen Kind einen Kindergartenplatz anbieten kann und für berufstätige Eltern einen Krabbelstubenplatz zur Verfügung stellen könne. Insgesamt verfügte die Stadt über 412 städtische Krabbelstubenplätze, 3.727 städtische Kindergartenplätze und 3.203 Plätze in städtischen Horten. Durch das gemeinsame Angebot der Stadt und privater Träger besuchen derzeit 93 % aller Linzer Kinder im Alter von 3 Jahren eine städtische oder private Betreuungseinrichtung. 96 % der 4-Jährigen und 99 % aller 5-jährigen Kinder werden in einem Kindergarten betreut.

 „Die ÖVP hat sich zu einer Miesmacher-Truppe entwickelt. Aus den ÖVP-Ressorts kommen kaum Zukunfts-Ideen. Diese inhaltliche Leere soll durch Dauerkritik an SPÖ-Regierungsmitgliedern überspielt werden. Vor allem Vizebürgermeister Klaus Luger hat es den Watzl-Leuten offensichtlich angetan. Die ÖVP kann es nur schwer verkraften, dass nach knapp 100 Tagen in Lugers neuen Verantwortungsbereichen bereits an einem neuen Sozialprogramm, erstmals an einem Maßnahmenpaket für Integration und konsequent an der zweiten Straßenbahnachse für Linz gearbeitet wird. Die Watzl-ÖVP jedoch verabschiedet sich zusehends von der Sachpolitik für die LinzerInnen. Zu nörgeln ist offensichtlich weniger Arbeit, als selbst anzupacken“, bewertet SPÖ-Bezirksgeschäftsführer Forsterleitner den VP-Stil.

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