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Neues aus Linz
14. January 2010 09:05

51 Millionen für die Linzer Kinder und SeniorInnen

Rubrik: Neues aus Linz

Die letzten Jahrzehnte der Linzer Stadtpolitik waren von Investitionen im Sozialbereich geprägt. Elf neue Seniorenzentren sowie 34 neu geschaffene städtische Krabbelstuben, Kindergärten und Horte sprechen eine klare Sprache. Der Ausbau der Infrastruktur wird laut Sozialreferent Vizebürgermeister Klaus Luger auch in den nächsten Jahren einen hohen Stellenwert einnehmen.

Momentan werden 507 Kinderbetreuungsplätze geschaffen, wofür mehr als 20 Millionen Euro zur Verfügung stehen. In den nächsten Jahren kommen noch rund 600 weitere Plätze dazu. „Erst die Vollversorgung mit Krippen- und Kindergartenplätzen macht es möglich, dass in Linz Beruf und Familie besser unter einen Hut zu bringen sind als anderswo. Das engmaschige Angebot an Betreuungsplätzen soll den Bedürfnissen der Frauen, Familien und Alleinerziehenden gerecht werden.“, so Vizebürgermeister Klaus Luger.

In Linz gibt es derzeit 93.600 Frauen-Arbeitsplätze, das sind um 23.000 Arbeitsplätze mehr als noch im Jahr 1985. Der konsequente Ausbau der Betreuungseinrichtungen ermöglicht es vielen Frauen berufstätig zu sein und eine echte Wahlfreiheit zu haben. Um diese positive Entwicklung weiter fortzusetzen, wird auch in den nächsten Jahren stetig an einem weiteren Ausbau der Betreuungseinrichtungen gearbeitet.

Gleichzeitig wird der Bau von Pflegeheimen fortgesetzt, um noch mehr pflegebedürftigen Menschen einen umsorgten Lebensabend in der Nähe ihres früheren Wohnsitzes zu ermöglichen. Derzeit befinden sich 211 Seniorenheimplätze in Bau. 31 Millionen Euro werden für die ältere Generation investiert. Weiters sind zusätzliche 135 Seniorenheimplätze in den nächsten Jahren in Planung.

 

23.000 Frauen-Arbeitsplätze mehr als 1985

Der in den letzten Jahren konsequente umgesetzte Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen hat neben der bildungspolitischen Dimension auch beschäftigungspolitische Bedeutung. Der Anteil der erwerbstätigen Frauen am Arbeitsmarkt in Linz hat sich in den vergangenen Jahren um ein Drittel erhöht. Seit 1985 stehen 23.000 Frauen-Arbeitsplätze mehr zur Verfügung als vor 25 Jahren.

Ein umfassendes Angebot an Krabbelstuben, Kindergärten und Horten ermöglicht es vielen Frauen, allen voran Alleinerzieherinnen, berufstätig zu sein. Frauen haben in Linz eine echte Wahlfreiheit. Um diese positive Entwicklung weiter fortzusetzen, wird auch in den nächsten Jahren stetig an einem weiteren Ausbau der Betreuungseinrichtungen gearbeitet.

 

507 neue Krabbelstuben-, Kindergärten- und Hortplätze sorgen für Investment von 20,4 Millionen Euro

Derzeit sind in der Landeshauptstadt 140 Krabbelstubenplätze, 138 Kindergartenplätze und 229 Hortplätze in Bau oder stehen unmittelbar vor dem Baubeginn. Insgesamt entspricht das einem Nettozuwachs von 461 neuen Betreuungsplätzen. Dazu kommen in den nächsten Jahren weitere 130 Krabbelstuben- und 460 Kindergartenplätze, die sich derzeit im Planungsstatus befinden. Nach Abschluss aller in den nächsten Jahren geplanten Bauvorhaben werden insgesamt 1.100 Kinderbetreuungsplätze neu geschaffen. Das ergibt einen Nettozuwachs von rund 960 Betreuungsplätzen in Linz. Notwendig sei dieses Ausbauprogramm vor allem durch die Einführung des Gratiskindergartens geworden.

Die Stadt Linz verfügt über mehr als 10.100 städtische und private Kinderbetreuungsplätze. Rund drei Viertel dieses flächendeckenden Betreuungsnetzes werden durch die Stadt selbst angeboten. Die bereits in Bau befindliche bzw. geplante Angebotserweiterung stellt eine Steigerung von rund elf Prozent dar.

Das engmaschige Netz an Krabbelstuben, Kindergärten und Horten erleichtert Familien und Alleinerziehenden die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Auch in Zukunft soll das flächendeckende Angebot an Kinderbetreuungseinrichtungen in Linz gesichert werden. Vor allem wichtige städteplanerische Projekte, wie der Frachtenbahnhof oder die geplante Wohnanlage im Wohnpark Silhouette an der Ellbognerstraße, lassen auf einen künftig steigenden Bedarf an Betreuungsplätzen schließen.

 

Schwerpunkt Ausbau der Krabbelstuben

Einen besonderen Schwerpunkt legt die Stadt Linz auf die Betreuung von Kindern unter drei Jahren. Das Krabbelstubenausbauprogramm sieht in den nächsten Jahren rund 270 weitere Betreuungsplätze vor. Vor allem die geänderten gesetzlichen Karenzgeldbestimmungen des Bundes – fünf unterschiedliche Modelle – fordern von der Stadt Linz ein Mehr an Betreuungsplätzen. Aber auch die steigende Berufstätigkeit der Frauen, die Errichtung neuer Wohnanlagen und das gesunde Gratismittagessen in den Kindergärten sowie die gestaffelten Besuchs- und Verpflegungsgebühren in Krabbelstuben und Horten führen zu einer verstärkten Nachfrage nach Kinderbetreuungsplätzen.

Insgesamt  werden für die bereits in Bau bzw. kurz vor Baubeginn stehenden Projekte 20 Millionen Euro investiert. Das sind Ausgaben, die sowohl  den Kindern und Familien zu Gute kommen als auch im beschäftigungsintensiven Bausektor konjunkturbelebend und arbeitsplatzsichernd wirken.

 

Kinderbetreuung – in Bau

 

Krabbelstube und Kindergarten Poschacher-Villa (Bulgariplatz)

Die im Besitz der Stadt Linz befindliche  Poschacher-Villa an der Poschacherstraße wird ab September 2010 einen Kindergarten und eine Krabbelstube mit jeweils zwei Gruppen beherbergen. Die Umbau- und Renovierungsarbeiten in dem denkmalgeschützten Gebäude aus dem 19. Jahrhundert begannen im April 2009. Die Bau- und Einrichtungskosten betragen rund 2,3 Millionen Euro. Das Gebäude und sein 7.198 Quadratmeter großer Park wurden 2007 von den ÖBB um 615.000 Euro an die Stadt Linz verkauft. Die Fertigstellung ist 2010 geplant.

 

Kindergarten Laskahofstraße (Neue Heimat)

Um den vermehrten Bedarf an Kinderbetreuungsplätze im Stadtteil Neue Heimat abzudecken wird in der neuen GWG-Wohnanlage am ehemaligen Laskahof-Areal ein viergruppiger  Kindergarten mit 92 Plätzen geschaffen. Die Errichtungskosten für die neue Einrichtung liegen bei 2 Millionen Euro. Bereits im Herbst 2010 wird der vom Architekten Klaus Leitner geplante Kindergarten fertig gestellt sein.

 

Krabbelstube Dauphinestraße / Löwenfeldvilla (Kleinmünchen)

Im November erfolgte der Baubeginn für eine neue Krabbelstube an der Dauphinestraße. Die so genannte Löwenfeldvilla wird bis Spätherbst 2010 fertiggestellt sein und dann 40 Kleinkindern zur Verfügung stehen. Das städtische Investitionsvolumen für dieses Projekt beträgt 1,72 Millionen Euro

 

Hort Kaltenhauserschule - Robinsonschule (Urfahr)

Derzeit auf Hochbetrieb laufen die Umbauarbeiten des Hortzubaus zur Robinsonschule in Urfahr. Das Hortgebäude wird nach Fertigstellung 115 Kindern Platz bieten. Im Zuge der Projektrealisierung wird das 35 Jahre alte Schulgebäude an der Kaltenhauserstraße adaptiert. Der neue Hort kostet inklusive Einrichtung 2,64 Millionen Euro. Einschließlich der Außengestaltung werden insgesamt rund 4,2 Millionen Euro in die Schulmodernisierung und den Hortneubau investiert.

 

Hort der Kreuzschwestern (Linz-Mitte)

Im April des heurigen Jahres war der Baubeginn für den Hortneubau der Kreuzschwestern. Bis Herbst 2010 werden statt des bisherigen Übungshorts sechs neue Hortgruppen und zwei Turnsäle errichtet. Das alte Gebäude wurde bereits 2008 abgerissen. Die Baukosten betragen rund 5,6 Millionen Euro, die Stadt Linz leistet einen Zuschuss von 580.000 Euro.

 

Krabbelstube Humboldtstraße (Linz-Mitte)

Die GWG Linz errichtet in der Innenstadt an der Humboldtstraße 3a bis 5 ein neues  Wohnhaus für 20 Wohnungen. Gleichzeitig wird dort auch eine Krabbelstube für 40 Kinder geschaffen. Der Baubeginn erfolgt diesen Winter. Die Übergabe der rund 2 Millionen teuren Einrichtung an die städtischen Kinder- und Jugendservices soll bis Herbst 2011 erfolgen.

 

Krabbelstube Hertzstraße (Spallerhof)

Am Spallerhof in der Hertzstraße wird der bestehende dreigruppige Kindergarten durch die Immobilien Linz aufgestockt, wodurch Platz für vier neue Krabbelstubengruppen entsteht. Die Kosten belaufen sich auf rund 2,6 Millionen Euro.

 

Waldorfkindergarten Nord (Urfahr)

Der Waldorfkindergarten Nord in der Hölderlinstraße wurde einer thermischen Sanierung unterzogen. Sämtliche Fenster und Türen wurden erneuert bzw. abgedichtet. Die Stadt Linz leistet hier einen Zuschuss von 9.200,-- Euro. 

 

 

Kinderbetreuung - in konkreter Planung

 

Krabbelstube Landwiedstraße (Keferfeld-Oed)

Auf einer städtischen Liegenschaft an der Landwiedstraße, direkt neben dem Volkshaus Keferfeld, entsteht eine neue dreigruppige Krabbelstube.

 

Kindergarten und Krabbelstube Pfarre St. Peter (Spallerhof)

Der derzeit zweigruppige Caritas-Kindergarten der Pfarre St. Peter / Tungassingerstraße  soll neu errichtet und auf drei Kindergartengruppen sowie drei Krabbelstubengruppen erweitert werden.

 

Kindergarten Ellbognerstraße – Wohnpark Silhouette (Neue Heimat)

Für die geplante Wohnanlage im Wohnpark Silhouette an der Ellbognerstraße mit maximal 500 Wohnungen soll ein neuer Kindergarten mit drei Gruppen und einer Krabbelstubengruppe gebaut werden, der 79 Kinderbetreuungsplätze anbieten kann.

 

Kindergarten und Krabbelstube Solar City Pichling (Solar City)

Aufgrund der steigenden Bevölkerungsentwicklung in der solarcity Pichling wird  eine neue Kinderbetreuungseinrichtung mit sechs Gruppen geplant. Insgesamt 92 Kindergartenplätze und 20 Krabbelstubenplätze sollen entstehen.

 

Kindergarten und Krabbelstube Liebigstraße (Linz-Mitte)

Der derzeit in einem Wohnhaus nicht optimal untergebrachte Kindergarten Garnisonstraße mit zwei Gruppen wird abgesiedelt und in eine neu zu errichtende Kinderbetreuungseinrichtung am von der Stadt Linz erworbenen 13.000 m² großen Areal an der Liebigstraße einziehen. Dort sind jeweils zwei weitere Kindergarten- und Krabbelstubengruppen vorgesehen.

 

Kindergarten und Krabbelstube Frachtenbahnhofareal (Linz-Mitte)

Am städtebaulich wichtigen Frachtenbahnhofareal soll die soziale Infrastruktur zeitgerecht errichtet werden, damit sie den künftigen BewohnerInnen von Anfang an zur Verfügung steht. Aus diesem Grund soll eine Wohnungsgenossenschaft, die auf diesem Gelände Wohnungen baut, auch eine Kinderbetreuungseinrichtung mit sechs Kindergarten- und zwei Krabbelstubengruppen errichten.

 

211 zusätzliche Pflegebetten für Linzer SeniorInnen um 31 Millionen Euro derzeit in Bau

Derzeit wird an drei Seniorenheimen - in Pichling sowie im Zentrum - mit 211 Pflegeplätzen gebaut. Die Investitionssumme beträgt 31 Millionen Euro. Ein weiteres Seniorenheim in der Liebigstraße mit 135 Pflegeplätzen ist in konkreter Planung.

Anfang der 1990er Jahre startete die Stadt Linz eine groß angelegte Aus- und Neubauoffensive im Bereich der stationären Pflege. Mit einer neuen Generation von dezentralen Seniorenzentren in den Linzer Stadtteilen schuf die Stadt ein Pflege- und Betreuungsangebot für SeniorInnen, das heute österreichweit als vorbildlich gilt.

1990 standen in Linzer Pflege- und Wohnheimen 1.148 Plätze – und das hauptsächlich in Zimmern mit bis zu sieben Betten – zur Verfügung. Von 1991 bis einschließlich 2008 wurden in Linz insgesamt 1.851 Pflegeplätze errichtet. 1.218 davon in städtischen und 471 in privaten Einrichtungen. Zusätzlich entstanden noch 162 Betten in der Kursana-Seniorenresidenz, die jedoch zur Gänze privat finanziert wurden. Insgesamt hat die Stadt Linz 173,1 Millionen Euro investiert, um den heutigen hohen Standard zu erreichen.

 

Aktuell stehen 1.218 moderne Pflegeplätze in acht städtischen Einrichtungen, die von der SZL Seniorenzentren Linz GmbH betrieben werden, zur Verfügung. In den sieben Pflegeeinrichtungen privater Anbieter sind weitere 858 Pflegeplätze vorhanden.

Seniorenbetreuung in Bau

 

Seniorenzentrum Pichling (Pichling)

Derzeit läuft der Endausbau auf Hochtouren. Im April 2010 wird das jüngste städtische Seniorenzentrum fertig gestellt sein und insgesamt 64 BewohnerInnen ein neues Zuhause bieten. Zusätzlich werden in einem getrennten Baukörper 25 betreubare Wohnungen errichtet, die im August bezugsfertig sein werden. Die Stadt Linz investiert in das von der GWG Linz ausgeführte Projekt insgesamt 11,6 Millionen Euro. 

 

Seniorenheim Rudigier Kreuzschwestern (Linz-Mitte)

Die Stadt Linz beteiligt sich mit 1,4 Millionen Euro an den Baukosten von 14,6 Millionen Euro für die Errichtung des neuen Seniorenheims Rudigier der Kreuzschwestern. Baubeginn an der Stockhofstraße war im Februar 2008, die erste Etappe mit 61 Pflegeplätzen wurde Ende 2009 fertig. Weitere 39 Pflegeplätze entstehen bis zum Jahr 2012.

 

Seniorenheim des Diakoniewerks (Linz-Mitte)

Am 4. Mai 2009 erfolgte der Spatenstich für das Seniorenhaus des Diakoniewerks an der Körnerstraße. Der Neubau neben dem Diakonissenkrankenhaus wird im Frühjahr 2011 fertig und bietet dann Wohnmöglichkeiten für 47 SeniorInnen in vier Hausgemeinschaften. Fünf betreubare Wohnungen entstehen zusätzlich. Die Stadt Linz fördert das 4,8 Millionen Euro teure Projekt mit 470.000 Euro.

 

Seniorenbetreuung in Planung

 

Seniorenzentrum Liebigstraße (Linz-Mitte)

Nach Fertigstellung des städtischen Pflegeheims in Pichling und der privaten Einrichtungen der Kreuzschwestern, der Diakonie und der Caritas plant die Stadt den Bau eines weiteren Pflegeheims an der Liebigstraße. Bis zu 135 Pflegebetten sind geplant. Die Wohnungsgesellschaft GWG ist bereits beauftragt, einen Wettbewerb am Areal Liebigstraße vorzubereiten.

 

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Di 16. Mär. 2010 10:00 bis 11:00 

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