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Neues aus Linz
14. December 2009 09:18

Stadt Linz übernimmt Preissteigerung

Rubrik: Neues aus Linz

Die Tarife in den städtischen Linzer Seniorenzentren werden im nächsten Jahr um 1,5 Prozent erhöht. Verursacht werden die Preissteigerungen primär durch die Gehaltserhöhungen im öffentlichen Dienst, die inklusive der Biennalsprünge 1,5 Prozent betragen werden. Für 80 Prozent der Linzer SeniorInnen in den städtischen Pflegezentren wird diese Erhöhung jedoch keine Auswirkungen haben: Denn diese gehören zu jener Gruppe, die nicht als Vollzahler gelten. Für diese Menschen übernimmt die Stadt Linz die Kosten für den Pflegeplatz, sodass in Wahrheit die Stadt Linz für die Preissteigerung selbst aufkommt. „Vor allem jene SeniorInnen, deren Pension nicht ausreicht, um den kostendeckenden Beitrag selbst zu finanzieren, sind von der Tarifanpassung nicht betroffen“, unterstreicht Sozialreferent Vizebürgermeister Klaus Luger.


Konkret kostet ab 1. Jänner kommenden Jahres ein Einbett-Zimmer in einem städtischen Linzer Pflegeheim 65,62 Euro pro Tag. Bislang waren hiefür 62,85 Euro zu begleichen. Die Steigerung um 2,77 Euro ergibt sich aus der Tariferhöhung von 1,5 Prozent sowie einem Zuschlag für die gestiegenen Pflegegeldstufen. Die aktuelle durchschnittliche Pflegegeldeinstufung der BewohnerInnen liegt derzeit bei etwa 4,4 und hat sich gegenüber dem Vorjahr (Stufe 4,1) um 0,3 Punkte erhöht. daraus resultiert eine preiswirksamer Zuschlag von 2,1 Euro pro Tag, wodurch sich der Endpreis von 65,62 Euro ergibt. Insgesamt werden derzeit in den städtischen Seniorenzentren über 1.256 Menschen mit Pflegebedarf betreut, 1.010 davon sind Teilzahler.


Die Stadt Linz wird 2010 in den städtischen Seniorenzentren 30,5 Millionen Euro für das Pflegepersonal aufwenden, um knapp 1,5 Millionen mehr als noch im heurigen Jahr. Diese Steigerung ergibt sich neben den Lohnerhöhungen auch durch den Start des neuen Seniorenzentrums in Pichling. Der Anteil der Kosten für das Pflegepersonal liegt insgesamt bei über 70 Prozent. Insgesamt werden im kommenden Jahr 780 MitarbeiterInnen (Berechnung auf Basis von Vollzeitäqui-valenten, um rund 50 mehr als im Vorjahr) in den städtischen Seniorenzentren arbeiten. Die zusätzlichen Arbeitsplätze wurden dabei vor allem im Pflegebereich geschaffen und ergeben sich durch die geplante Inbetriebnahme des Senioren-zentrums Pichling.


Wer sich den Pflegeplatz in einem Seniorenzentrum nicht leisten kann, für den übernimmt die Stadt Linz zum überwiegenden Teil die Kosten. Für diese sogenannten Teilzahler ändert sich nichts, wie Luger weiter anführt. Denn mit einem zusätzlichen Aufwand von 2,2 Millionen Euro trägt die Stadt die Preissteigerung selbst. Und wer durch die Steigerung Gefahr liefe, sich den Platz nicht mehr leisten zu können, wird ebenfalls von der Stadt Linz unterstützt, sodass sich wieder keine Auswirkungen ergeben.
Mit den privaten Heimträgern wie etwa Caritas oder Vinzenz-Gemeinschaft werden die Tarifanpassungen in den nächsten Wochen verhandelt. Auch hier ist mit einer ähnlichen Steigerung wie in den städtischen Einrichtungen zu rechnen.

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